Du denkst ernsthaft darüber nach deine Ernährung umzustellen. Soweit so gut. Aber ist gerade wirklich der richtige Zeitpunkt für dich?
Das zu wissen kann dir einiges an Mühen und Enttäuschung ersparen und ich sage dir heute wie du diese Frage für dich beantworten kannst, um deine Ernährungsziele leichter zu erreichen.

Unser Alltag ist vollgepackt mit allerhand Pflichten und gibt uns manchmal wenig Raum für neue Erfahrungen. Hin und wieder begegnen wir jedoch Impulsen, die uns dazu veranlassen unsere momentane Situation zu überdenken und sie lassen den Wunsch entstehen etwas verändern zu wollen.

Gerade unsere Ernährung begleitet uns Tag für Tag und ist für viele Menschen ein Thema, das dauerhaft hinterfragt wird. Aufgrund von einer Masse an Informationen darüber, die uns täglich berieseln, kann es schwierig sein einen individuellen günstigen Speiseplan zu finden und ihn dann auch noch umzusetzen.

Wann ist denn nun aber der perfekte Zeitpunkt es zu versuchen?

Zunächsteinmal gibt es bei der Ernährungsumstellung 6 Phasen, die wir durchleben:
Die erste Phase ist die sogenannte Präkontemplation.Wärst du in dieser Phase, würdest du dieses Video gerade vermutlich nicht sehen, da du gar nicht den Wunsch verspüren würdest etwas zu verändern.

Die Zweite ist die Kontemplation. Hier hat sich der Gedanke entwickelt, dass eine Veränderung nich schlecht wäre und man beginnt ernsthaft darüber nachzudenken.

Daraufhin folgt ein Schritt, der häufig über den Erfolg der gewünschten Änderung entscheidet:
Die Vorbereitung. Zumindest hier bist du schon angekommen, denn du informierst dich darüber, wie deine Umstellung klappen kann. Dein Wunsch der Änderung ist schon ausgeprägter und du hast vielleicht schon erste Schritte getan.
Super!

Für viele ist diese Phase jedoch häufig ihre persönliche Endstation. Denn Vorbereitung benötigt meist seine Zeit und die müssen wir uns dafür auch nehmen. Das trifft übrigens nicht nur auf die Ernährung zu, sondern auch auf alle anderen Bereiche des Lebens. Unser Alltag wird häufig von Gewohnheiten gelenkt
und wir müssen erst einmal herausfinden, wie wir diese verändern können. Und zwar am besten so, dass sie auch nicht mit unseren Pflichten und auch Dingen, die wir gerne tun und die uns wichtig sind in Konflikt geraten.

Die vierte und fünfte Phase sind die Umsetzung und die Aufrechterhaltung deiner gewünschten Ernährungsweise. Du hast deine Ernährung angepasst und sie wird langsam zur Routine bis du in der sechsten Phase landest. Hier besteht auch keine Versuchung mehr zu deinen früheren Essgewohnheiten zurückzukehren. Diesen Zeitabschnitt nennt man Termination.

Wie wir nun festgestellt haben befindest du dich vermutlich bereits in der dritten Phase oder darüber. Warum suchst du dann noch nach einem passenden Zeitpunkt um es durchzuziehen? Du bist doch schon dabei.
Scheint so, als würde das für dich gerade passen.

Ich möchte dir jedoch trotzdem noch einen Tipp für die Phasen 3-5 mitgeben: Es gibt zwei Fragen, deren Antworten du dir immer im Bewusstsein halten solltest:

Warum machst du das und kannst du das schaffen?

Je stärker diese Antworten dich berühren, desto einfacher wird es dir fallen dabeizubleiben, bis du es in die letzte Phase geschafft hast. Um dein persönliches Warum zu finden ist es hilfreich, dir einen Überblick über die Vor- und Nachteile deiner Umstellung zu verschaffen. Wenn du zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen weniger tierische Produkte zu dir nehmen möchtest, ist es für dich sinnvoll herauszufinden, welchen persönlichen gesundheitlichen Risiken du durch deine Ernährung ausgesetzt bist. Das kann schon eine große Motivation darstellen.

Die Frage ob du die Umstellung schaffen kannst ist häufig etwas schwieriger und hängt maßgeblich von deiner eigenen Selbstwahrnehmung und deinem Selbstvertrauen ab. Wenn diese nicht besonders gut ausgeprägt sind musst du aber nicht aufgeben, denn diese kannst du mit einfachen Tricks steigern. Setze dir bei der Umstellung kleine Zwischenziele und versuche Rückschritte zu akzeptieren. Niemand kann seine Gewohnheiten von heute auf morgen auf den Kopf stellen, denn sie hatten jahrelang Zeit sich zu festigen. Wenn nicht sogar schon dein ganzes Leben.

Es kann auch hilfreich sein die Umstellung mit einer Gruppe von Gleichgesinnten durchzuführen. Die Bestärkung von Außen wird häufig unterschätzt, doch auch wenn wir es nicht gerne zugeben ist es uns meistens
zumindest unterbewusst wichtig, wie andere über uns denken. Das hat evolutionäre Hintergründe und sicherte unseren Vorfahren ihr überleben.

Für am wichtigsten halte ich den Fokus auf Lösungen. Überlege dir deine persönlichen Hindernisse und finde Lösungen, bevor sie überhaupt auftreten können. Was machst du zum Beispiel, wenn deine Freunde mit dir essen gehen möchten? Oder welche Snacks holst du dir bei deinem nächsten Kinobesuch?

 Vorbereitet zu sein ist die halbe Miete.

 

Bleib vesund,

Chrissy